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Vortragsveranstaltung

Die Europäische Wildkatze: Das Wildtier des Jahres 2018

Wann: Donnerstag, 29.11.2018, 17:00 - 19:00 Uhr
Wo: Rathaus Trier, Raum „Steipe“, Am Augustinerhof
Veranstalter: Stadt Trier, Kreisverwaltung Trier-Saarburg, BUND Trier-Saarburg
Referent: Klaus-Peter Kugel, BUND

Auf den Spuren der Europäischen Wildkatze in der Region Trier-Saarburg

Die Wildkatze – ein faszinierendes, sehr seltenes Tier unserer Heimat – wurde von der deutschen Wildtierstiftung zum Wildtier des Jahres 2018 erklärt.

Dass sie noch in den abgelegenen Wäldern des Hunsrück und der Eifel lebt, war lange bekannt. Aber in der näheren Umgebung von Trier? In den letzten Jahren häuften sich allerdings Meldungen zu Sichtungen der sehr heimlich lebenden Beutegreifer im Raum Trier. Damit hatten selbst Fachleute kaum gerechnet.

Die Kreisgruppe des BUND Trier Saarburg wollte es genauer wissen. Gestartet wurde im Jahr 2010 ein aufwändiges und spannendes Projekt zum Nachweis der seltenen und streng geschützten Art. Im stadtnahen Naturschutzgebiet Mattheiser Wald wurde mit den Untersuchungen begonnen. Dabei kamen Lockstöcke und Wildtierkameras (für Foto- und Videoaufzeichnungen) zum Einsatz. Zur Unterscheidung zwischen vermuteten und sicheren Nachweisen wurden Haarproben von Katzen gentechnisch untersucht. Somit konnten hier erste sichere Nachweise der Wildkatze erbracht werden. Zusätzliche örtliche Nachweise lieferten auch die Untersuchungen im Auftrag der EGP (2013 und 2016) und der Stadt Trier (ebenfalls 2016).

Die Suche wurde nun auf weitere Bereiche der Stadt Trier und des Kreises Trier-Saarburg ausgedehnt. Im Bereich des Meulenwaldes erfolgten zudem etwa zeitgleich Untersuchungen eines bundesweiten Projektes des BUND, des Bundesamtes für Naturschutz mit regionaler Unterstützung des Forstamtes Trier. Die zahlreichen Nachweise wurden in einem Flächenraster nach Ort und Zeitpunkt erfasst. Ergebnis: An allen untersuchten Standorten, die geeignete Biotopstrukturen aufwiesen, konnten Wildkatzen bestätigt werden.

Fest steht nun: Obwohl die Art nach wie vor selten ist, kommt sie doch in weiten Bereichen unseres Kreises vor – eine erfreuliche Nachricht für den Artenschutz und für die Region!

Wie wurde nun genau gearbeitet in diesen Projekten? Welche Methoden wurden angewandt, wie wurden die Ergebnisse überprüft und eingeordnet? Welche genaueren Schlussfolgerungen zum Vorkommen der Wildkatze in unserem Raum konnten gezogen werden? Welche Fragen bleiben noch offen und welche Maßnahmen zum weiteren Schutz der Art sind geboten?

Hierzu wird Klaus-Peter Kugel vom BUND im Rahmen einer anschaulichen und informativen Präsentation den Ablauf der Forschungsprojekte, die angewandten Untersuchungs-Methoden und die für den Artenschutz aufschlussreichen Ergebnisse vorstellen. Gezeigt werden u.a. beeindruckende Videoaufnahmen, die uns Einblicke in das Leben und Vorkommen der Wildkatze in unserer Region geben.

Im Rahmen einer Diskussion besteht danach die Möglichkeit einer Vertiefung der nicht nur für Naturfreunde und Biologen sehr interessanten Thematik.

Die Veranstaltung richtet sich an Fachleute von Behörden und Umweltbüros, die sich von Berufswegen mit Artenschutzfragen beschäftigen, an Studierende einschlägiger Studiengänge, aber zugleich auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger.



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