BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Beispiele für Projekte, die angepackt werden können, wären:

Ausgleichsfläche Monaise


Foto: Christian Klemmer

Die Ausgleichsfläche liegt am linken Moselufer in Höhe des Stadtteils Trier Euren, südwestlich der Schleuse.

Anlässlich der Erweiterung der Trierer Schleuse um eine zweite Schleusenkammer wurden umfangreiche Kompensations-

Maßnahmen zum Ausgleich der beim Ausbau entstandenen Schäden durchgeführt. Baubedingt wurden unter anderem Lebensräume lokaler Flora und Fauna zerstört der ansässige Arten vergrämt.

Die Ausgleichsfläche soll der Natur einen Ausgleich für diese Folgeschäden bieten und auch der Bevölkerung zu Zwecken der Naherholung und dem Kontakt mit der Natur an der Mosel dienen.

 

Nach Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen und Umgestaltung der Fläche finden

wir ein verändertes Landschaftsbild vor, das vor allem durch den künstlich geschaffenen Altarm und die 5 größeren Teiche, welchen diesen umgeben, geprägt

wird.

 

Im sechswöchigen Praktikum in unserer Kreisgruppe Trier-Saarburg

von Anfang März bis Mitte April war eine der zentralen Aufgaben des Praktikanten

Christian, Student an der Universität Trier im Bachelorstudiengang Umweltbiowissenschaften, die Flora und Fauna auf der Ausgleichsfläche Monaise

in Form regelmäßiger Datenerfassung im Feld zu dokumentieren und abschließend

ein Fazit zur Entwicklung der hier entstandenen Lebensräume zu geben.

Die Ergebnisse wurden mit den Vorstandsmitgliedern der Kreisgruppe, Maria Eiden-Steinhoff und Frank Huckert in Folge einer kleinen Exkursion auf der Ausgleichsfläche besprochen und ausgewertet.

Im Anschluss an das Praktikum wird ein Treffen mit den zuständigen Stellen wie Vertretern der Stadt Trier und eventuell der Wasser- und Schifffahrtsbehörde

stattfinden, um eine mögliche Optimierung des Ausgleichs zu erreichen und Auffälligkeiten zu diskutieren.


Abschlussbericht Ausgleichsfläche Monaise

Praktikum im Umwelt- und Naturschutz


Maria beim Krötenzaunbau...

Seit Jahren laufen beim BUND immer mal wieder Praktika, die sich mit etwas Mühe von allen Seiten ermöglichen lassen. Da wir den Großteil unserer Arbeit bzw. der Aktionen im Ehrenamt durchführen, ist im Rahmen des Praktikums leider keine ständige Betreuung gewährleistet. Es ist somit schon viel Selbstständigkeit gefordert, andererseits ergibt sich aber auch die Möglichkeit, viele eigene Ideen mit einzubringen.

Erfreulich im Jahr 2008 war zu sehen, dass die Kreisgruppe Trier-Saarburg 2 Praktikantinnen gewinnen konnte und diese Arbeiten zeigten im Laufe des Jahres auch entsprechenden Erfolg. Den Praktikantinnen wurden Projekte vorgeschlagen, die sie selbstständig durchführten. Die einzelnen Maßnahmen und Aktionen wurden mit den Verantwortlichen der Kreisgruppe abgestimmt bzw. diskutiert.


...und bei einer Pflegemaßnahme in Aach.

Maria Simpson übernahm das Projekt "Amphibienschutz am Markusberg".
Um überhaupt Informationen zu erhalten, wie das Problem der Krötenwanderung am Markusberg in der Bevölkerung gesehen wird, wurde eine Befragung am Markusberg durchgeführt. Nachdem nun seit Jahren kein Krötenzaun mehr aufgebaut bzw. die Betreuung ermöglicht werden konnte, zeigte sich, dass hunderte von Kröten auf einem Straßenstück von nur etwa 120 m überfahren wurden. Die meisten der Befragten erfreute es, dass hier die Problematik aufgegriffen wurde und Vorstellungen erarbeitet wurden, um zu einer Lösung zu kommen. Die zuständigen Behörden wurden über die Befragung informiert und auch gemeinsam Lösungen erarbeitet. Dies ermöglichte im Jahr 2009 Maßnahmen, die verhinderten, dass wieder Massen an Amphibien am Markusberg überrollt wurden. Somit hat das Projekt/Praktikum zu einer Lösung im Rahmen des Amphibienschutzes beigetragen.
Maria Simpson hat durch den Kontakt zum BUND auch bei anderen Aktionen gerne und mit viel Engagement mitgearbeitet: Pflegemaßnahmen in NSG Perfeist und Aach zum Erhalt der Kalkmagerrasen bzw. Bekämpfung der Wicken am Orchideenstandort und dem Auf- und Abbau des Krötenzauns in Ralingen.


Ähnlich verlief es beim Projekt "Zusammenarbeit mit Gärtnereien in Trier zur Förderung von Schmetterlingen". Hier übernahm Gesine Drauschke dieses Projekt und setzte sich mit Trierer Gärtnereien in Kontakt.
Sie stellte den Gärtnereien das Projekt vor, die gerne bereit waren, an dem Projekt teilzunehmen. So wurden Unterlagen erstellt bzw. die Unterlagen des Bundes- bzw. Landesprojektes Schmetterlingsschutz zur Verfügung gestellt. Mit entsprechenden Plakaten (Schmetterlinge und ihre Futterpflanzen) wurde auf das Projekt in den Gärtnereien hingewiesen.


Durch die Informationen erhoffen wir uns für die Zukunft, dass Gartenfreunde mehr zur Förderung der Schmetterlinge beitragen. Die Aktion im Rahmen des Praktikums hat den erweiterten Kontakt zu den Gärtnereien geschaffen, so dass der Schmetterlingsschutz auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden kann, was wiederum auch positive Aspekte für die Gestaltung des häuslichen Gartens bringen sollte.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei unseren Praktikantinnen bedanken und wünschen ihnen viel Glück in Italien (Maria) und Australien (Gesine).
Wir würden uns freuen, wenn sich in zukünftigen Praktika ähnlich positive Resultate für den Natur- und Artenschutz ergeben würden.

Quelle: http://trier-saarburg.bund-rlp.de/themen_projekte/praktikum_beim_bund/