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Die Erdkröte (Bufo bufo) ist ein Froschlurch mit einem weit reichenden Verbreitungsgebiet, welches den Großteil Europas umfasst. Auch in Deutschland ist die Kröte großflächig verbreitet. Erdkröten sind große, plumpe Amphibien; die Weibchen können mit einer Gesamtlänge von bis zu 15cm deutlich größer werden als die Männchen mit bis zu 8cm. Erdkröten weisen eine einheitlich braune, dunkelbraune oder graue Färbung auf. Es gibt aber auch vereinzelt schwarz oder rötlich gefärbte Tiere. Die Rücken- und Bauchseite ist meist unregelmäßig dunkel getupft und der gesamte Körper ist von zahlreichen Warzen bedeckt. Die Männchen besitzen keine Schallblasen, sie bilden aber zur Paarungszeit verhornte schwarze Schwielen an der Innenseite der ersten drei Finger aus. Mit diesen Brunftschwielen klammern sich die Männchen an den Weibchen fest und lassen sich häufig über Hunderte von Metern zum Laichgewässer huckepack tragen.



Der Zaun wir aufgebaut


Die L 418 bei Ralingen

Im Frühjahr gehört die Erdkröte zu den ersten Amphibien die ihr Brutgeschäft aufnehmen (neben dem Grasfrosch , der häufig schon im Januar anzutreffen ist). Meist kann man sie ab Mitte Februar vereinzelt und im März dann in großen Zahlen beobachten. Typisch sind zu dieser Zeit die Massenwanderungen der erwachsenen Tiere zu ihren Laichgewässern. Erdkröten suchen stets das gleiche Gewässer zur Fortpflanzung auf; bevorzugt werden größere, stehende Gewässer. Dort legen die Weibchen, welche die Männchen "huckepack" im Amplexus tragen, die Eier in Form von meterlangen Laichschnüren ab, welche direkt von den Männchen befruchtet werden. Die Laichperiode der Amphibien reicht meist von Mitte März bis Anfang Mai; nach ca. einem Monat entwickeln sich die Kaulquappen, welche nach weiteren drei bis vier Monaten die Metamorphose zur Kröte durchlaufen und fortan an Land leben. Im Oktober ziehen sich die Erdkröten dann normalerweise in ihre Winterquartiere zurück. Erwachsene Erdkröten sind überwiegend nachtaktiv, während der aktiven Fortpflanzungsperiode können sie aber auch tagsüber regelmäßig angetroffen werden.




Auch in der Region Trier ist die Erdkröte vielerorts anzutreffen. Während ihrer Wanderungen müssen diese häufig Straßen überqueren und zur Laichzeit bemüht sich die BUND-Kreisgruppe Trier-Saarburg mit Schutzzaunprojekten und der Hilfe Freiwilliger, an stark befahrenen Straßen die Kröten vor dem Tod durch Überfahren zu bewahren. In Trier-Quint kann sogar eine feste Amphibienschutzanlage vorgefunden werden, da hier eine der größten Erdkrötenpopulationen von ganz Rheinland-Pfalz (bestehend aus mehreren Tausend Tieren) den Kaiserhammer Weiher als Laichgewässer nutzt (Text: Sarah Grünfelder).



Die Kröten wandern entlang des Zauns, bis sie in die eingegrabenen Eimer gelangen.


Aus diesen werden sie nach kurzer Zeit von Helfern befreit, und an ihr Ziel gebracht.


Endlich im Wasser


Laichschnüre



Die Sauer



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