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Landwirschaft zurückerobern : Die BUNDjugend auf der Strasse


Ein Bericht von unserer französischen FÖJlerin Ditlinde Clavier:

Am Freitag, den 19.Oktober, war in Mainz eine merkwürdige Gruppe zu sehen:

Als Tomaten, Maiskolben, Erbsen, Schweine oder auch Schafe verkleidet haben nämlich ungefähr fünfzehn deutsche und französische Jugendliche einen lauten musikalischen und tänzerischen Stadtrundgang veranstaltet, der sehr aufgefallen ist! 

"Sind sie verrückt?", haben sich sicher einige Passanten gefragt. Gar nicht. Was verrückt ist, ist in Wirklichkeit das, gegen was sie protestierten: Die sogenannte „Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP)“.

Was ist das genau?

Ganz einfach: Eine Wirtschaftsplan, der als Ziel hat, Subventionen zu gewähren, um die europäische Landwirtschaft zu entwickeln. Aber hier liegt das Problem: Um welche Landwirtschaft geht es? In der Tat kann die Bilanz die EU nicht stolz machen. Massenindustrie, Pestizide, Gentechnik, Antibiotika, Import von Soja aus Übersee als Futtermittel, industrielle Massentierhaltung ohne Tierschutzstandards, direkte und indirekte Exportsubventionen...: 50 Jahre lang hat die GAP schrecklichsten Agrarkapitalismus unterstützt. Da dieser Skandal jetzt kein echtes Geheimnis mehr ist, hat die EU eine Reform in den nächsten Monaten versprochen. Trotzdem dürfen wir uns nicht täuschen lassen.

Für Friends of the Earth Europe ist klar, dass diese Erklärung der EU nur Green Washing ist. So hat das Jungendnetzwerk die europaweite Kampagne "reCAP- die Landwirschaft zurückerobern" gestartet, um einen wirklichen und tiefgreifenden Wandel zu fordern. Die Idee klingt zunächst komisch, ist aber doch wirksam: Dynamische, musikalische Happenings in ganz Europa, damit die Nachricht verbreitet wird. Alexandra Laffont, die beim BUND Mainz ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert, hat die Herausforderung angenommen. Mit anderen junge Öko-Freiwilligen von Rheinland-Pfalz hat sie diese Veranstaltung organisiert und bei drei Stationen an den Hauptplätzen von Mainz einen Rede gehalten, um zu erklären, dass die GAP strengen sozialen- und umweltverträglichen Kriterien jetzt folgen soll. Und sofort.

"Wir haben es satt!", hat die junge (Bio)Gemüsegruppe auf der Straße der Landeshauptstadt sehr laut geschrien. Bis zum 7. November sammelt die BUNDjugend Unterstützung für diese Forderungen. Hoffentlich wird dieser Ruf wie in Mainz in den nächsten Wochen auch in anderen Städten in Deutschland und vielen anderen EU-Ländern gehört!



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