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Mit einem Nachmittag zum Thema Wasser am 15.Oktober beteiligten wir uns an den Trierer Kinderwissenschaftstagen 2008. Insgesamt 18 Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren und unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter Monika Meier, Jenny Lellig, Regina Wilkes, Christoph Grünfelder und Sarah Alt verbrachten einen Nachmittag mit Spielen und Experimenten rund ums Wasser. Zur Einstimmung auf das Thema und die Gruppe wurden anfangs zwei Spiele durchgeführt: Als erstes sollten alle Kinder auf vorbereiteten Blättern den vermuteten Wassergehalt bestimmter Dinge (z.B. Brot, Kartoffel, Mensch, Qualle etc.) angeben, indem sie die entsprechenden Figuren anteilsmäßig mit blauer Farbe ausmalten. Danach wurden in großer Runde die Wasseranteile diskutiert und besprochen (Qualle z.B. 99%, Mensch 70%...)


Danach wurden die Kinder zum besseren Kennenlernen innerhalb der Gruppe als "Rasende Wasserreporter" losgeschickt. Auf vorgefertigten Fragebögen sollten sie sich gegenseitig nach bestimmten Erlebnissen und Themen ums Thema Wasser befragen und die Unterschrift von anderen Kindern bekommen. So mussten sie beispielsweise jemanden suchen, der schon einmal auf einem Boot gefahren ist, einen Seehund imitieren kann oder gerne Fisch isst. Am Ende der Runde mussten natürlich auch die entsprechenden Dinge vorgeführt bzw. erzählt werden. Christoph betreute alle interessierten Kinder an Mikroskop und Binokular und brachte ihnen so den Mikrokosmos unserer Gewässer näher. Es gab viele Kleinkrebschen, Wasserflöhe und Algen zu entdecken und Christoph beantwortete gerne alle Fragen zu den Lebewesen.

In gelockerter Stimmung ging es dann ans "Experiment Kläranlage". Zuerst wurden Zweck und Aufbau von Kläranlagen mit den Kindern besprochen und offene Fragen geklärt. Danach besprachen die Betreuer den Aufbau einer "Minikläranlage" zum selber bauen und teilten die Kinder in vier Gruppen auf. Jede Gruppe baute nun unter Anleitung eines Betreuers eine eigene Kläranlage. Im ersten Schritt wurde mit Dreck und Schmutz "Dreckwasser" hergestellt, danach die verschiedenen Phasen der Anlage gebaut. Dafür wurden die Böden von je vier Plastikbechern mit Nägeln durchstochen. Dann wurden die verschiedenen Reinigungsphasen nachgestellt: ein Küchensieb zum Auffangen des groben Schmutzes, ein Becher mit Kies für den mittleren Schmutz, sowie ein Becher mit Sand und abschließend ein Kaffeefilter für den ganz feinen Schmutz. Das Wasser welches unten wieder herauskam war deutlich gesäubert, wenn auch noch nicht perfekt gereinigt, da die letzte Stufe der mikrobiologischen Reinigung durch Bakterien natürlich nicht nachgestellt werden konnte.




Nach einem weiteren Spiel (Welches Wassertier bin ich?) begann die Bastelaktion "Regenmacher". Dieses Instrument (auch Rainstick, Regenstab) stammt ursprünglich aus dem Norden Chiles. Sein Ursprung ist das sehr trockene Atacama-Gebiet, wo der Regenmacher erstmals von einheimischen Indianern gebaut und für Regenzeremonien eingesetzt wurde. Der Regenmacher wird aus dem Copado-Kaktus hergestellt. Es werden nur abgestorbene Kakteen verwendet, die schon verholzt sind. Die Dornen werden in das Innere des Kaktus getrieben. Dann wird der Regenmacher mit kleinen Kieseln gefüllt und an beiden Enden verschlossen. Dreht man nun den Regenmacher um, fallen die kleinen Kieselsteine von einem Stachel zum nächsten. Dadurch entsteht ein angenehmes, gleichmäßiges Geräusch, das an fließendes Wasser bzw. an das Rauschen dicker Regentropfen erinnert. Das Klangspektrum reicht vom feinen zarten Nieselregen bis zum mächtigen Rauschen eines Platzregens. Es "regnet" umso ausdauernder, je länger der Regenmacher ist und je mehr Stacheln den Weg der Kiesel aufhalten. Durch die starke Nachfrage weltweit, steht der Copado-Kaktus inzwischen unter Schutz und der Import solcher Regenmacher aus Chile ist in Deutschland verboten. Man kann sich dieses Instrument aber einfach und umweltschonend selbst bauen: Mit Pappversandrollen, in die spiralenförmig lange Nägel eingeschlagen werden. Danach werden die Röhren beispielsweise mit ungekochten Linsen, Reis oder Steinchen gefüllte, fest verschlossen und natürlich noch künstlerisch verschönert. Jedes Kind konnte seinen eigenen Regenmacher individuell gestalten und mit nach Hause nehmen.




Am Ende der Veranstaltung bekam noch jedes Kind ein Wasserdiplom, welches die Teilnahme an der Veranstaltung belegt und die/den Betreffende/n als echten Wasserexperten ausweist.





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