BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Willkommen beim Bund für Umwelt und Naturschutz

Kreisgruppe Trier-Saarburg



Wie jedes Jahr führt die Kreisgruppe Trier-Saarburg von Oktober bis Februar wieder Pflegemaßnahmen zum Erhalt seltener und bedrohter Orchideenvorkommen im NSG Perfeist bei Wasserliesch und am Haus Wehrborn bei Aach durch.

Die Arbeiten im NSG Perfeist sind abgeschlossen. Weiter geht es am

Samstag, 2. Dezember, im Orchideengebiet bei Aach.

Treffpunkt: 10:30 Uhr beim Friedens- und Umweltzentrum, Pfützenstr.1, oder 11:00 Uhr vor Ort.

Zur Organisation der Fahrgemeinschaften und da es witterungsbedingt zu kurzfristigen Terminänderungen kommen kann, bitten wir um eine kurze Rückmeldung, wer mit kommt unter pflege.trier@bund-rlp.de

Alle Orchideenfreunde und Naturinteressierte sind herzlich eingeladen!

BUND Rheinland-Pfalz zum Weltklimagipfel in Bonn



17. November 2017

COP23: „Die Welt ist abhängig von fossilen Energien, sie muss auf Entzug“ – Klarer Auftrag an alle Staaten bis zum nächsten Weltklimagipfel

Bonn/Berlin/Mainz: Als eine „Konferenz der Trippelschritte beim Klimaschutz“ hat der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, die heute endende Weltklimakonferenz bewertet. „Die Regeln für die Überprüfung der nationalen Klimaschutzpläne sind sehr schwammig geworden. Noch vor der nächsten Klimakonferenz in Katowice müssen sich Vorreiterstaaten dazu bekennen, ihre schwachen Klimaschutzpläne nachzubessern. Auch Deutschland läuft Gefahr ohne entschiedene Maßnahmen zu den Schmuddelkindern zu gehören und muss deshalb aus der Kohleverstromung aussteigen“, sagte der BUND-Vorsitzende. Auch in Rheinland-Pfalz gibt es noch viel zu tun.

Ein Misserfolg der COP23 sei, dass es noch immer keinen Fonds für die Bewältigung der milliardenschweren Zerstörungen durch Stürme, Dürren und andere Folgen der Erderhitzung gebe. „Die ärmeren Staaten, die vom Klimawandel betroffen sind, stehen bei der Bewältigung der Schäden alleine. Die Hoffnung, dass unter der Präsidentschaft eines Inselstaates mehr für die betroffenen Länder erreicht wird, wurde enttäuscht“, sagte der BUND-Vorsitzende.

Als Erfolg bewertet der BUND, dass es den Entwicklungsländern gelungen sei, die Industrieländer auf die Einhaltung ihrer Versprechen für mehr Klimaschutz in den nächsten drei Jahren zu verpflichten. Die Industriestaaten hätten hier in Bonn zugesichert, ihre Klimaschutzzusagen bis 2020 zu erfüllen und dies auch überprüfen zu lassen.

„Eine Kontrolle der Klimaschutzzusagen allein reicht nicht aus. Alle Staaten müssen ihre Klimaschutzanstrengungen verstärken und schnell aus fossilen Energien aussteigen. Die Welt ist abhängig von fossilen Energien, sie muss auf Entzug. Es ist ein klarerer Auftrag an alle Staaten, bis zum nächsten Klimagipfel in Katowice den Ausstieg aus den Fossilen einzuleiten", sagte Weiger.

Die Kluft zwischen dem Pariser Klimaziel, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten und den tatsächlichen Gegenmaßnahmen sei nach wie vor riesig. Deutschland mache da keine Ausnahme. „Der Koalitionsvertrag der kommenden Bundesregierung muss einen sozial-ökologischen Ausstiegsplan für den Abschied von der Kohle bis 2030 enthalten“, forderte Weiger.

In Rheinland-Pfalz gibt es schon einige Anstrengungen wie das Klimaschutzgesetz und viele aktive Kommunen, die innovative Projekte in Klimaschutz und Energiewende vorantreiben.

Doch bei den großen Themen Verkehr und Landwirtschaft gibt es keine Bewegung in der Politik. „Auch in Rheinland-Pfalz setzt die Landespolitik viel zu oft weiterhin auf Straßenneubau und konventionelle Landwirtschaft, obwohl dies mit die größten CO2-Emittenten im Land sind“ so Michael Carl, stellvertretender Landesvorsitzender.

Für Rückfragen:

Michael Carl. Stellv. Landesvorsitzender: 0151-42367159, 02620-8416

Michael Ullrich, Umweltschutzreferent: 06131-62706-22

3. Projekttag auf der Streuobstwiese

Am 20.09.17 fand der 3. Projekttag auf der Streuobstwiese in Euren statt. Gemeinsam mit den Schulkindern und Lehrerinnen der Klassen 3a und 3b der Johann-Hermann-Grundschule Euren verbrachten Michèle Fugmann und Robert Marbach vom BUND einen erlebnisreichen Vormittag auf der Wiese. Dieses mal lernten die Kinder die Wiese mit all ihren Sinnen kennen – sogar der Geschmackssinn kam nicht zu kurz! Mehr zum Projekt gibt`s hier.

Weltbürgerfrühstück 2017


Neben 39 weiteren Gruppen zum Thema Fairer Handel, Naturschutz und Eine Welt war auch dieses Jahr der BUND wieder durch einen Stand am Weltbürgerfrühstück als letzte Veranstaltung der Fair Fashion Days vertreten. Bei wunderbarem Sonnenschein und umgeben von engagierten, netten Menschen, den Gerüchen von leckerem Essen und dem Klang von internationaler Musik wurden von morgens 11 Uhr bis nachmittags 16 Uhr interessante Disskussionen und Gespräche geführt oder einfach geplaudert.

Fair Fashion Days - ein Rückblick

Die ersten trierer Fair Fashion Days sind zuende und somit 10 spannende Tage rund ums Thema "Textilien".

Vom Agenda-Kino mit dem Film "The true cost - der wahre Preis der Mode", über eine Kleidertauschparty, mehrere interaktive Vorträge bis hin zum Weltbürgerfrühstück am Samstag (20.05.) boten die FFD diverse interessante Aktionen, die allesamt gut besucht waren.

Wer weiß - vielleicht wird es die Fair Fashion Days ja nächstes Jahr wieder geben..?

Hier finden Sie noch weitere Berichte

Aktuelle Daten zum Vorkommen der Wildkatze im Kreis Trier-Saarburg

[ Projektseite ]







Wildkätzchen im Wald lassen!


BUND fordert: Abstand wahren und Rückzugsräume erhalten

In diesen Wochen bringen die Wildkatzen in den Wäldern von Rheinland-Pfalz ihre Jungen zur Welt. Auch wenn sie allein und scheinbar mutterlos gefunden werden, empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dringend, die Tiere nicht anzufassen oder gar mitzunehmen. Immer wieder erleben wir, dass besorgte Spaziergänger oder Wanderer die jungen Kätzchen auflesen und zu Tierärzten oder Schutzstationen bringenDabei ist die Mutter in der Regel gerade auf der Jagd oder versteckt sich in unmittelbarer Nähe. Deshalb raten wir unbedingt dazu, die Tiere wenn überhaupt nur kurz aus größerer Entfernung zu beobachten und in Ruhe zu lassen.

Oftmals werden die grau getigerten Wildkätzchen für Nachwuchs entlaufener Hauskatzen gehalten. Bei den jungen Wildkatzen fällt die Unterscheidung zu Hauskatzen besonders schwer. Wenn sie älter werden, verblasst die Fellzeichnung und sie sind durch ihren kräftigen Körperbau und den buschigen Schwanz mit stumpfer, schwarzer Schwanzspitze als Wildkatze erkennbar.

Verborgen in Baumhöhlen oder im dichten Gebüsch verbringen die Kätzchen ihre ersten Lebenstage. Nach kurzer Zeit aber erkunden sie bereits spielerisch in immer weiteren Kreisen die Umgebung. Da oftmals natürliche Wurf- und Ruheplätze fehlen, nutzen Wildkatzenmütter immer wieder auch Holzstapel, die sogenannten Holzpolter, als Versteck für ihre Jungen. Wenn diese in der Aufzuchtzeit der Wildkätzchen abgeräumt werden, kommen immer wieder junge Wildkatzen um. Wir fordern deswegen Förster und Waldbesitzer auf, die Beräumung der Holzpolter erst im September zu starten oder die gewonnenen Baumstämme sofort und ohne Zwischenlagerung im Wald abzutransportieren, um dieses Risiko für die gefährdete Wildkatze zu verringern.

Die Wildkatze ist eine scheue Jägerin und war einst fast ausgerottet. Wer sie in freier Natur zu Gesicht bekommt, ist Zeuge eines immer noch seltenen Naturschauspiels geworden. Die größte Bedrohung der Wildkatze ist die Zerschneidung und Verarmung ihres Lebensraums durch Ackerflächen, Straßen und Siedlungen Damit die isolierten Populationen und viele andere gefährdete Tiere eine echte Überlebenschance haben, ist dringend ein Netzwerk aus miteinander verbundenen Wäldern notwendig. Der BUND fordert seitens der Politik deshalb eine bessere Vernetzung natürlicher Lebensräume in Deutschland und eine ambitionierte Umsetzung des kürzlich vorgestellten ‚Bundeskonzepts Grüne Infrastruktur‘.

Weitere Informationen: Die Wildkatze ist vor allem in Mittel- und Südwestdeutschland beheimatet. Rheinland-Pfalz ist eines ihrer Hauptverbreitungsgebiete. Daher ist die Wahrscheinlichkeit hier auf Jungtiere zu stoßen natürlich umso höher.

Eine druckfähige Karte zur Verbreitung der Wildkatze in Deutschland finden Sie unter tinyurl.com/wildkatzenvorkommen

Wer Wildkatzenjunge gesehen hat, kann dies hier melden:

trier-saarburg@bund-rlp.de

www.wildkatze-rlp.de/kontakt/wildkatzenbeobachtung_oder_fund

/www.bund.net/wildkatzenkontakt

Die Forderungen des BUND an die Politik zur zukünftigen Umsetzung des „Bundeskonzept Grüne Infrastruktur“ finden Sie hier: https://tinyurl.com/GrueneInfrastruktur

Orchideenexkursion

 

Am 13.Mai fand, wie jedes Jahr zur Hauptblütezeit, unsere Führung durch das Orchideengebiet Perfeist bei Wasserliesch statt, bei der Natur- und Orchideenfreunde alles über den bedrohten Lebensraum Kalkmagerrasen und die Arbeit der Kreisgruppe zu dessen Schutz und Erhalt in der Region erfahren konnten. Wohl auf Grund des recht regenarmen Frühjahrs hat sich das Erscheinen einiger sehr attraktiver Arten wie Purpur-Knabenkraut und Bocks-Riemenzunge etwas nach hinten verschoben, so dass es auch in den nächsten Wochen noch viel zu sehen geben wird.






Schön, selten und gefährdet:
das Brand-Knabenkraut

Mattheiser Wald

Wodurch wir das Naturschutz- und FFH-Gebiet Mattheiser Wald auf Grund aktueller Planungen gefährdet sehen, haben wir in unseren Stellungnahmen gemeinsam mit den Verbänden NABU und Pollichia dargelegt.

Stellungname Bebauungsplan Castelnau

Stellungname Bebauungsgebiet Brubacher Hof

SWR Landesschau Rheinland-Pfalz: Natur oder Neubauten?

Seit Jahren kennt die Einwohnerzahl von Trier nur eine Richtung - nach oben. Mit mehr als 115.000 Einwohnern hat die Stadt Trier Koblenz als drittgrößte Stadt von Rheinland-Pfalz abgelöst. Mehr Menschen bedeutet auch die Nachfrage nach mehr Wohnraum - doch der wird in Trier zusehends knapp.

 

 


Startschuss für das Streuobstwiesen-Projekt

 

Am 28.03.17 fiel der Startschuss für das neue Streuobstwiesen-Projekt "Die Streuobstwiese im Wandel der Jahreszeiten" der BUND-Kreisgruppe Trier-Saarburg in Zusammenarbeit mit der Johann-Herrmann-Grundschule Trier Euren. Das Projekt soll den Grundschüler*innen vermitteln, wie artenreich, wichtig und schützenswert unsere Streuobstwiesen sind. Der erste Projekttag war bei frühlingshaften Temperaturen und purem Sonnenschein ein voller Erfolg und hat allen Seiten viel Spaß bereitet.




Der Arbeitskreis Heimische Orchideen hat das Bleiche- oder Weiße Waldvöglein zur Orchidee des Jahres 2017 gekürt. Diese Art wächst gerne auf kalkigem Untergrund in Vergesellschaftung mit Buchen und kann auch in den Orchideengebieten Perfeist und Haus Wehrborn regelmäßig von etwa Mai bis Juni bewundert werden.

Weitere Bilder finden Sie hier.

Agenda-Kino Reihe



Das neue Agenda-Kino-Jahr hat gestartet!
Den Bericht des Auftakt-Films "Tomorrow - die Welt ist voller Lösungen" und alle weiteren Termine finden Sie hier.

Gemeinsame Stellungnahme der Naturschutzverbände BUND, NABU und Pollichia zum Flächennutzungsplan 2030

Die Naturschutzverbände BUND KG Trier-Saarburg, NABU Region Trier und Pollichia haben gemeinsam eine umfangreiche 19-seitige Stellungnahme zum Flächennutzungsplan der Stadt Trier erarbeitet. Zum Download auf den Link klicken.

Stellungnahmen FNP2030




Praktikum beim BUND

Lust auf ein Praktikum im Umwelt- und Naturschutz?

Bei uns gibt es vielfältge Möglichkeiten, Einblick in die Arbeit eines großen Umweltverbandes zu gewinnen und zugleich eigene Ideen einzubringen und zu verwirklichen (Mehr Info's hier).



Unser "Neuzugang" im Büro. Nachdem diese Europäische Wildkatze - wie so viele Artgenossen - ein Opfer des Straßenverkehrs geworden ist, wurde "Clarence" fachgerecht präpariert und begleitet jetzt als Dauerleihgabe des Forstamts unsere Informationskampagne zur Wildkatze.
Der Straßenverkehr und die Lebensraumzuerschneidung ist eine der Hauptbedrohungen für die Wildkatze.

Bald ein Gewerbegebiet?

Seit einigen Jahren besteht eine unbefristete vertragliche Vereinbarung über die Nutzung und Pflege der Ausgleichsmaßnahme Streuobstwiese in Euren. Nach dem Flächennutzungsplan 2025 soll diese Ausgleichsfläche in eine gewerbliche Nutzung umgewidmet werden. Mit größter Verwunderung stellen wir in diesem Falle fest, wie hier mit der Naturschutz-Gesetzgebung umgegangen wird. Es ist vielfältig im Land festzustellen, dass ältere im Ausgleich eingerichtete Streuobstwiesen nicht mehr gepflegt werden und vor sich hin vegetieren. Auf dieser Fläche findet eine regelmäßige Pflege statt und auch die Struktur der Fläche erlangt mit dem älter werden der Bäume eine höhere ökologische Wertigkeit. In diesem Stadium soll die Fläche überplant werden, wobei erst mal der Ausgleich und dann noch die Umnutzung zu kompensieren wäre. Außerdem sehen wir die Aufhebung einer Ausgleichfläche als nicht gesetzeskonform an!





Gewürze - Konventioneller Anbau versus Fairer Handel

Diese Broschüre ist ein Projekt von Jana Hilliges (FÖJ 2011/12) und Esther Brojdo (FÖJ 2013/14). Hierbei werden Gewürze aus dem Weltladen (Pfützenstr.1, Trier) von Anis bis Zimt und ihre Anwendung genau beschrieben. Die Broschüre ist hier zum Download verfügbar.

Download hier (3,58 MB)

Regionaler Naturschutz lebt vom Mitmachen!

Möchten Sie auch mal aktiv werden? Zum Beispiel...

Wir freuen uns über jede Hilfe!


Grüner Wall im Westen: Projektstelle des Landesverbandes im Büro der KG


Farne und Moose bewachsen die alten Bunkerruinen (Foto: Simone Schneider)

Entlang des ehemaligen „Westwalls“, einer zwischen 1936 und 1940 an der ehemaligen westdeutschen Reichsgrenze zwischen Kleve und Basel errichteten Befestigungslinie, existierten rund 17.000 Bunker. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten Wehranlagen durch die Besatzungsmächte gesprengt und gerieten anschließend weitgehend in Vergessenheit. Im Laufe der Jahrzehnte siedelten sich hier zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten an. Die unzerstörten und teilzerstörten Bunkeranlagen haben sich im Laufe der Jahrzehnte zu wertvollen Lebensräumen unter anderem für Wildkatze und Fledermäuse entwickelt und stellen in der dicht besiedelten und intensiv genutzten Kulturlandschaft mittlerweile wertvolle Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen dar. Ihre besondere Bedeutung für den Naturschutz erhalten die Anlagen aufgrund ihrer bandförmigen Anordnung in der Landschaft. Der ehemalige Westwall kann so die verschiedenen Landschaftsräume als "Grüner Wall im Westen" zu einem riesigen Biotopverbund zusammenführen.

Quelle: http://trier-saarburg.bund-rlp.de/bund_fuer_umwelt_und_naturschutz_trier_saarburg/